02. August 2017

Ziel bleibt Erhalt des Krankenhauses in Mittweida

"Butchers workbench" H.KoPP / flickr / CC BY-ND 2.0

Wie man der Freien Presse von heute entnehmen konnte, ist die Teilprivatisierung des Mittweidaer Krankenhauses vorerst vom Tisch. Grund: Die Gespräche zwischen dem Landkreis und dem privaten Klinik-Konzern Sana über eine Rettung der in finanzielle Schieflage geratenen Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) sind abgebrochen worden. Wie es mit dem Krankenhaus weiter geht, steht nun weiterhin in den Sternen und die Mitarbeiter*innen müssen um ihren Arbeitsplatz zittern.

Die Freie Presse hat dazu mir ein paar Fragen gestellt, die ich folgendermaßen beantwortet habe:

Wie geht es aus Ihrer Sicht jetzt mit der LMK weiter?

Ziel ist und bleibt der Erhalt des Krankenhauses in Mittweida. Eine Sicherung ohne starken Partner erscheint aktuell aber unrealistisch. Wir wollen einen kommunalen / öffentlichen Partner - genau deshalb hatten wir uns dafür ausgesprochen, dass das Klinikum Chemnitz das LMK übernimmt.

Welche Probleme sehen Sie bei der wirtschaftlichen Stabilisierung des Hauses?

Es muss eine Lösung gemeinsam mit den Mitarbeitern geben. Mit einem neuen Konzept zur Sicherung der Angebote in Mittweida. Eine wirtschaftliche Stabilisierung auf dem Rücken der Beschäftigten ist jedoch der falsche Weg.

Wie wird das Thema in Ihrer Fraktion diskutiert?

Wir haben das Thema - gemeinsam mit meiner fachlich zuständigen Landtagskollegin Susanne Schaper - von Anfang an begleitet und vor einer Privatisierung des Krankenhauses gewarnt. Krankenversorgung als öffentliche Daseinsvorsorge gehört auch in öffentliche Hand.

Was fordern Sie vom Landrat?

Dieser ist aufgefordert, nach einem neuen starken öffentlichen Partner in der Region zu suchen. Er muss sich mit Verdi und den Beschäftigten an einen Tisch setzen. Und er muss gemeinsam mit dem Sozialministerium und den Krankenkassen um finanzielle Unterstützung ringen. Es darf keine Unsicherheit über die Zukunft des Krankenhauses in Mittweida geben. Denn genau das hat zum Tod auf Raten der Standorte Frankenberg und Rochlitz geführt. Dafür steht der Landrat nun in der Verantwortung. Für die aktuelle Situation die Beschäftigten verantwortlich zu machen, die sich der Lohndrückerei widersetzten, ist unanständig.

Kategorien: Kommunalpolitik, Mittelsachsen, Pressemitteilungen, Soziales, Wahlkreis

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